Sichtbarkeit versus Aufmerksamkeit?

Sichtbarkeit versus Aufmerksamkeit

 

In meinem letzten Retreat (wie du vielleicht weißt, mache ich seit November vorigen Jahres den Tantra-Jahresweg mit dem Ziel der spirituellen Erleuchtung 😉 – kam ich auf einen sehr wesentlichen Punkt:

 

Es gibt einen Unterschied: Sichtbarkeit versus Aufmerksamkeit

Mehr noch:

 

Es kann sein, dass du ganz viel Aufmerksamkeit bekommst – in deinen unterschiedlichen Rollen, die du innehast – Lehrerin, Vorsitzende, Rockstar… Doch all diese übermäßige Aufmerksamkeit nützt dir gar nichts, denn dein Selbst bleibt unsichtbar.

 

Aufmerksamkeit

Was ist nun Aufmerksamkeit für mich?

Das ist das, was ich in einer bestimmten Rolle bekomme. Für mich ist sogar das Maß an Verantwortung, die ich in dieser Rolle habe, ein wesentlicher Ansatzpunkt für die Menge an Aufmerksamkeit, die ich bekomme. Oder, so wie ich es empfinde – der ich ausgesetzt bin.

 

Das würde nämlich auch erklären, warum Berühmtheiten über kurz oder lang nicht glücklich sind so stark im Mittelpunkt ihrer Fans zu stehen. Warum es auslaugt und warum viele zu Drogen greifen.

 

Sie alle besitzen jede Menge Aufmerksamkeit – doch was sie so dringend brauchen, was jeder Mensch braucht – das bekommen sie nicht.

Und das ist Liebe.

 

  • Sie mögen zwar auf eine Weise geliebt werden, doch wenn du nur für deine Rolle geliebt wirst, was empfindest du dann?
  • Wie geht es dir damit, wenn du auf deine Rolle reduziert wirst?
  • Nur für diese Rolle geliebt wirst?
  • Nur in dieser Rolle deine Anerkennung bekommst?

 

Dann bleibt all die Aufmerksamkeit, der Rummel und der Applaus, den du vielleicht bekommst – leer und schal.

 

Was fehlt, ist das Angenommen sein – so wie du bist. Mit all deinen Schwächen und Stärken. Einfach dein So-sein. Und dein So-Sein zu zeigen das macht dich wahrlich sichtbar.

 

Sichtbarkeit

Sichtbarkeit ist für viele von uns zunächst unvorstellbar. Es bedeutet so zu sein, wie du tatsächlich tief in dir drinnen bist.

 

Das kann vielleicht sein:

  • Dass du laut rülpst, wenn dir danach ist.
  • Dass du die Füße auf den Tisch legst, weil dir die Beine weh tun.
  • Dass du den Kaugummi unter den Tisch klebst, um ihn nach dem Essen weiter zu kauen.
  • Dass du pinkeln gehst, auf einem Feld, ohne einzigen Baum und hinter dir der ganze Autobus…
  • Dass du in die gemischte Sauna gehst und deinen Bauch, deine Falten so zeigst, wie sie eben sind – und heute mal nicht den Bauch einziehst.
  • Dass du dich andere traust, anzuschauen (in die Augen schauen traust).
  • Dass du zu dir selber stehst und zu deinen Bedürfnissen.
  • Und dass du dafür sorgst, dass du deine Bedürfnisse umsetzen kannst, wenn es andere nicht so sehr beeinträchtigt. (Meist stört es andere nämlich gar nicht, wenn wir dies oder jenes tun würden, was wir aber nicht tun, weil wir denken, es würde sie stören…

 

Und bei alle dem schaust du dir zu und beobachtest deine Gefühle.

  • Deine Scham.
  • Deine Furcht.
  • Deine Angst.
  • Deine Trauer.
  • Deine Verweigerung.
  • Deiner Wut

 

Und du beobachtest, was auch immer da kommen mag an Gedanken und Gefühlen und tust nichts, außer das zu beobachten. So lernst du viel mehr von dir selber als auf 100 Seminaren.

Du schaust, was da so abgeht in dir, nimmst das zur Kenntnis – liebst dich mit deiner Scham, deiner Angst und all deinen Gefühlen – und machst einfach weiter.

 

So erweiterst du wieder deine Komfortzone.

 

Denn – du wirst erstaunt sein – du bleibst tatsächlich am Leben, wenn du wieder im Autobus sitzt, wirst du dort lebendig sitzen, und nichts wird passiert sein, auch wenn alle vielleicht in Zipfelchen von deinem nackten Hintern gesehen haben.

Und sich vielleicht gedacht haben: „Boa, die hat aber Mut, ich täte mich das nicht trauen.“

 

Und spätestens dann wirst du ein Vorbild. ;-). Wirst sichtbar und erhältst dafür Aufmerksamkeit. Das ist die, die dich nährt, weil sie für dich ist – für dein So-sein. Weil du für dein So-Sein geliebt wirst.

 

Komfortzonenerweiterung:

Eine kleine Übung dazu findest du im neuesten Film auf YT.

Ich haben dir diesen Film gedreht, ziemlich zeitig in der Früh – habe mich getraut, mich dir so zu zeigen, wie ich beim Laufen gehen eben bin…

 

 

In diesem Sinn wünsche ich dir eine obergeniale Woche!

 

P.S. Wenn du mehr in Richtung Komfortzone verlassen arbeiten möchtest, dann empfehle ich dir mein Buch 7 magische Geheimnisse für dein außergewöhnliches Leben“. Anleitung zum Glücklichsein in 80 Übungen.

 

Es umarmt dich

Deine Eva Laspas

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